Der Wissenschaftler Alex Soojung-Kim Pang erklärt in seinem Buch „Pause“ wie wichtig bewusst genommene Pausen für Geist, Gesundheit und Seele sind. Neben anschaulichen Beispielen unterstützen wissenschaftliche Studien seine Lektüre. Für Alex Peng sind Pausen „Krafttankstellen“. Für ihn sind Arbeit und Erholungsstunden keine Gegensätze, sondern zwei Komponenten im Leben die sich gegenseitig unterstützen und als gleichrangig angesehen werden sollten. Wir alle wissen, wer zu wenig schläft und nicht ausgeruht ist, arbeitet nicht gut, ist gereizt und macht Fehler. Wieso also versuchen wir uns jede Möglichkeit der Ruhe und Entspannung im Alltag zu nehmen? Weil es als erfolgreich gilt, wenn man gestresst ist?! Charles Dickens, Charles Darwin, Thomas Mann und viele mehr „beweisen“, dass Pausen und Erfolg sich nicht ausschließen.

Wenn man sich den Tagesablauf dieser herausragenden Köpfe ansieht fällt auf, dass sie alle eines gemeinsam haben: ihren Tagesablauf. Alle fingen sie früh am Morgen mit ihrer Arbeit an und alle waren bis zum Mittagessen mit dem Wichtigsten fertig. Nach dem Mittagessen wechselten sich kurze Nickerchen, Spaziergänge, leichtere Arbeiten und Vergnügen untereinander ab. Sie alle kamen maximal auf 4-6 Stunden Arbeit pro Tag – diese war dann aber voller Konzentration. Heutzutage würde man von „effizientem arbeiten“ sprechen. Wichtig für den Tagesablauf war aber, dass er früh begann (damit später Zeit für Pausen bleibt) und immer einem festen Rhythmus unterlag. Spaziergänge, Nickerchen und Hobbys wurden zu Terminen im Tagesablauf, denn Pausen werden einem nicht geschenkt – man muss sie sich bewusst nehmen. Und manchmal sogar dafür kämpfen. Um dies mit gutem Gewissen tun zu können, sollte man sich ihrer Wichtigkeit bewusst sein: Ruhepausen bauen uns psychisch und physisch auf und erhöhen unsere mentale Produktivität. Unser Gehirn braucht Auszeiten um Energie zu sammeln und Informationen zu verarbeiten. Wer ohne Pause arbeitet, 24/7 auf Hochtouren läuft, ist weder produktiv, noch effizient.

Wer sein Ruhebedürfnis ignoriert ist irgendwann ausgebrannt und krank. Alex Peng plädiert dafür sich Auszeiten zu nehmen und zählt verschiedene Arten der sinnvollen Erholung auf. Beispielsweise erinnert er uns daran, dass durch körperliche Betätigung nicht nur der Körper topfit wird, sondern auch der Verstand klar. Stress wird abgebaut und man gewinnt Abstand zu den Problemen. Und ganz nebenbei: körperliche Betätigung an der frischen Luft ist gut für einen rosigen Teint. Auch die Vorteile eines Mittagsschlafes werden in diesem Buch hervorgehoben. Der Kurzschlaf am Nachmittag gibt Kraft und Seelenruhe, ist gut für das Gedächtnis, fördert kreative Ideen und lädt unsere Akkus wieder auf.

Zudem haben wir mehr über die Bezeichnung „Deep Play“ gelernt. Hierbei geht es um ernsthafte Hobbys. Diese beanspruchen meist viel Zeit und Energie, aber sie ermöglichen es einem seine Talente auszuleben und stecken meist voller Leidenschaft und sorgen für tiefe Zufriedenheit. In seinem Buch zeigt Alex Peng, dass die Abwechslung von Arbeit und Pausen möglich ist. Er macht deutlich, dass Erholungsmomente uns glücklicher, kreativer und klüger machen. Wer nun einwerfen mag, dass nicht jeder die Möglichkeit hat sich seine Arbeitszeit so frei einzuteilen wie Thomas Mann und Co., der mag Recht haben. Jedoch lassen sich seine Erkenntnisse in den Alltag eines Jeden einbauen. Im Grunde geht es um zielbewusstes und effektives Arbeiten. Nutzen Sie Ihre Kräfte für konzentriertes Arbeiten und vergessen Sie nicht Ihre Batterien danach wieder zu füllen. Achten Sie auf Sich und Ihr Ruhebedürfnis. Quetschen Sie die Stunden der Erholung nicht am Ende des Tages in die Ihnen übrig gebliebene Zeit zwischen Arbeit, notwenige Pflichten und Schlaf. Nehmen Sie sich ihre Ruhepause bewusst, denn erst dann ist die wertvoll.

Wir hatten große Freude dabei dieses Buch zu lesen. Die Tatsache, dass Arbeiten und Ruhephasen sich abwechseln müssen, war uns zuvor zwar auch schon bewusst, jedoch war es ganz nützlich dies noch einmal schwarz auf weiß zu lesen und durch Studien bewiesen zu bekommen. Es ist nicht länger eine faule Ausrede, wenn Sie auf Ihre Mittagspause bestehen, mal 20 Minuten die Augen schließen oder am Wochenende beruflich nicht erreichbar sind – Sie und Ihre Akkus brauchen das. Außerdem, die besten Einfälle bekommt man doch sowieso beim „nichts tun“. „Pause – tue weniger, erreiche mehr“ – nach diesem Buch fühlt man sich gut. Unser Tipp: Falls Sie sich erschöpft fühlen, denke Sie doch mal über eine „Sabbatzeit“ nach. Es muss nicht gleich eine Auszeit von einem ganzen Jahr sein, Sie können es auch so wie Bill Gates mache: 1 Woche lang wegfahren, ohne Arbeit, ohne Familie, ohne Freunde.

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